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Albanische Betrüger erbeuten über 50 Millionen Euro mit KI-Promi-Videos
In einem Großraumbüro in Tirana, Albanien, wurde ein mutmaßliches Callcenter von Internetbetrügern ausgehoben, das für einen Betrug in Höhe von über 50 Millionen Euro verantwortlich sein soll. Ermittler der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA), des Bundeskriminalamts, Europol und Eurojust haben am 17. April 2023 insgesamt drei Callcenter und neun Wohnungen durchsucht. Bei der Aktion wurden 80 Personen angetroffen, von denen zehn festgenommen wurden, sowie hunderte Computer, Telefone und fast eine Million Euro in bar sichergestellt. (Quelle: profil.at)
Die Betrugsmasche war besonders perfide: Über Social Media wurden gefälschte Werbevideos mit Prominenten wie Armin Wolf und Alexander Van der Bellen verbreitet, um Anleger für angebliche Krypto-Investments zu ködern. Die Höhe des Schadens in Österreich wird auf mehr als 26 Millionen Euro geschätzt, wobei die Betrugsfälle stark variieren. Opfer berichteten von Verlusten zwischen 250 Euro bis hin zu ihrem gesamten Ersparten, das teilweise in Millionenhöhe betrug. (Quelle: profil.at)
„Ich werde nicht behaupten, dass Sie damit über Nacht zum Millionär werden, denn das behaupten nur Betrüger“, sagt ein KI-generierter Deep Fake des Bundespräsidenten.
Die Betrüger überzeugten viele Opfer, zusätzliches Geld einzuzahlen, um ihr vermeintlich „eingefrorenes“ Investment zurückzubekommen. In einem der Büros wurde sogar eine spezielle „Recovery-Abteilung“ gefunden, die sich ausschließlich mit der Rückgewinnung von Geldern beschäftigte, um die Opfer erneut abzuzocken. Die Mitarbeiter waren in Gruppen organisiert und sprachen mehrere Sprachen, um Vertrauen aufzubauen. (Quelle: profil.at)
Die WKStA warnt, dass die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz es selbst medienaffinen Menschen zunehmend erschwert, Betrug zu erkennen. Es wird geraten, Investments im Vorfeld mit Dritten zu besprechen und jeden Betrugsfall zu melden, um die Ermittler zu unterstützen. (Quelle: profil.at)
Wichtige Erkenntnisse
- Über 50 Millionen Euro Schaden durch albanische Betrüger.
- 80 Personen vor Ort, 10 Festnahmen und fast eine Million Euro sichergestellt.
- Opfer aus mehreren Ländern, darunter Österreich, Deutschland und Kanada.
- Gefälschte KI-Videos von Prominenten als Hauptbetrugsmasche.
- Wichtige Tipps zur Betrugsprävention: Bei Angeboten, die zu gut erscheinen, skeptisch sein.
Quellen:













