Hape Kerkeling erhält Zuspruch nach Hass und Bedrohungen wegen AfD-Kritik
Autor: Mein Star Redaktion
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Kategorie: Neuigkeiten
Zusammenfassung: Hape Kerkeling erhält nach seiner Rede für ein AfD-Verbotsverfahren Hass und Drohungen, aber auch Solidarität von Prominenten.
Hape Kerkeling erhält Unterstützung nach Hasswelle
Seit seinem Auftritt im Thüringer Landtag steht Hape Kerkeling im Zentrum einer Diskussion über ein mögliches AfD-Verbotsverfahren. Wie T-Online berichtet, erhält der Entertainer nach seiner Rede zahlreiche Hassnachrichten und Bedrohungen, spricht zugleich aber auch von „unzähligen, berührenden Reaktionen“.
Kerkeling erklärte auf Instagram, Deutschland sei an einem Punkt angekommen, an dem es Mut und Kraft koste, für die freiheitliche Gesellschaft einzutreten. Schmähungen und Drohungen von Rechtsextremen müssten viele Menschen inzwischen tagtäglich erleben, so der 61 Jahre alte Moderator, Autor und Schauspieler.
„Handelt jetzt: Leitet die überfällige Prüfung eines Verbotsverfahrens gegen die rechtsextremistische AfD ein.“
Infobox: Hape Kerkeling berichtet von Hassnachrichten und Bedrohungen. Zugleich fordert er die Prüfung eines Verbotsverfahrens gegen die rechtsextremistische AfD.
Prominente solidarisieren sich mit dem Entertainer
Für seine Worte und seinen Einsatz der vergangenen Tage und Wochen erhält Kerkeling laut T-Online viel Zuspruch aus der Promiwelt. In der Kommentarspalte unter seinem Instagram-Beitrag meldete sich unter anderem RTL-Moderator Steffen Hallaschka zu Wort.
Hallaschka schrieb: „Danke, ich nenne dich jetzt so lange Präsident, bis du es bist.“ Damit spielte er auf eine Petition an, die Kerkeling vor der anstehenden Wahl im nächsten Jahr als Bundespräsidenten fordert. Der amtierende Präsident Frank-Walter Steinmeier darf nach zwei Amtszeiten nicht noch einmal antreten.
Auch Sky du Mont äußerte sich zu Kerkelings öffentlichem Engagement. Er lobte dessen Entschluss, an die Öffentlichkeit zu gehen, und erklärte, er sei über die offenen und hasserfüllten Kommentare entsetzt. Zudem schrieb er: „Ich schäme mich, dass so etwas, nach unserer Geschichte, wieder möglich ist.“
Schauspielerin Nina Bott kommentierte den Beitrag mit den Worten „Danke schön“. Damit reiht sie sich in die öffentlichen Solidaritätsbekundungen für Kerkeling ein.
- Steffen Hallaschka dankte Kerkeling und bezeichnete ihn ironisch als künftigen Präsidenten.
- Sky du Mont zeigte sich über die Hasskommentare entsetzt und beschämt.
- Nina Bott reagierte mit einem kurzen Dank.
Infobox: Steffen Hallaschka, Sky du Mont und Nina Bott stellten sich öffentlich hinter Hape Kerkeling. Ihre Reaktionen erschienen in der Kommentarspalte unter Kerkelings Instagram-Beitrag.
Kerkelings familiäre Geschichte prägt sein Engagement
Nach Darstellung von T-Online wurde Kerkelings Haltung zur Erinnerungskultur und zum Rechtsruck auch durch seine Familiengeschichte geprägt. Sein Großvater wurde von den Nationalsozialisten im KZ Buchenwald inhaftiert.
Der Filmstar setzt sich seit vielen Jahren für Erinnerungskultur und gegen den Rechtsruck im Land ein. In einem Interview mit T-Online rechnete Kerkeling bereits im Jahr 2024 mit der AfD und ihren Wählern ab.
„Es ist mir unerklärlich, wie man sich seine eigene Katastrophe herbeiwählen kann.“
Kerkeling wirft der AfD wegen der Relativierung des Nationalsozialismus Verfassungsfeindlichkeit vor. Bei der Anhörung zum Für und Wider eines AfD-Verbotsverfahrens im Thüringer Landtag in Erfurt sagte er, wer die verbrecherische Vergangenheit Deutschlands verharlose und umdichte, verwirke jede politische Daseinsberechtigung in der Demokratie.
Infobox: Kerkelings Engagement steht laut T-Online auch im Zusammenhang mit der Inhaftierung seines Großvaters im KZ Buchenwald und seinem langjährigen Einsatz für Erinnerungskultur.
Rede im Thüringer Landtag
Kerkeling betonte bei seinem Auftritt, er spreche nicht als Experte für Verfassungsrecht, sondern als Nachfahre eines Opfers des Nationalsozialismus. Thüringen habe erfahren, wie sich eine Demokratie selbst abschaffe, wenn genügend Menschen wegschauten.
In seiner Argumentation verwies Kerkeling außerdem auf die Geschichte Thüringens. Dort hatte die NSDAP früher als anderswo Anfang der 1930er-Jahre das Sagen; außerdem liegt in Thüringen das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald.
Die Rede und die anschließenden Reaktionen lösten laut T-Online eine breite Diskussion aus. Während Kerkeling von Hass und Bedrohungen berichtet, erhält er zugleich Unterstützung von mehreren bekannten Persönlichkeiten.
Infobox: Kerkeling begründet seine politische Wortmeldung mit seiner Familiengeschichte und der historischen Verantwortung Thüringens. Seine Rede führte zu Hassreaktionen, aber auch zu Solidarität aus der Unterhaltungsbranche.
Quellen: