Chefkoch prüft Promi-Küchentricks: Was wirklich funktioniert und was riskant ist

Autor: Mein Star Redaktion

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Kategorie: Neuigkeiten

Zusammenfassung: Chefkoch Saifur Rahman bewertet Promi-Kochtipps: Naturzutaten wie Meerwasser und Schnee sind riskant, andere Tricks wie Bier im Chili plausibel.

Chefkoch bewertet Promi-Kochtipps: Zwischen kreativen Ideen und riskanten Küchenexperimenten

Prominente teilen in sozialen Netzwerken und Medien regelmäßig ihre Lieblingsrezepte und Küchentricks. Der Chefkoch Saifur Rahman vom Londoner Restaurant Tower Tandoori hat für die Daily Mail mehrere dieser Tipps bewertet und eingeordnet, welche davon sinnvoll sind und welche besser nicht nachgemacht werden sollten.

Besonders kritisch sieht Rahman den Umgang mit ungeprüften Zutaten aus der Natur. Andere Ideen, etwa Sprudelwasser im Rührei, Bier im Chili oder Ketchup im Cottage Pie, hält er dagegen für kulinarisch nachvollziehbar.

Prominente PersonBewerteter TippEinordnung
Brooklyn BeckhamPasta mit Meerwasser, Korken in BologneseNicht empfehlenswert
Reese WitherspoonSchnee als Zutat für ein WintergetränkNicht empfehlenswert
Meghan MarkleSprudel im Rührei, gegrillter Salat, Pfannen-SpaghettiTeilweise sinnvoll
Robert PattinsonMikrowellen-Pasta mit Zucker und CornflakesNicht empfehlenswert
Ruth LangsfordKaffee in Bolognese, Bier im ChiliMit Einschränkungen sinnvoll
David BeckhamKetchup im Cottage PieNachvollziehbar

Brooklyn Beckham: Meerwasser gehört nicht in den Nudeltopf

Brooklyn Beckham sorgte mit einem Video für Aufmerksamkeit, in dem er Pasta direkt in Meerwasser kochte. Laut Saifur Rahman sollte dieser Trick keinesfalls nachgemacht werden.

Rohes Meerwasser kann Mikroorganismen und weitere Verunreinigungen enthalten. Das gilt insbesondere für Wasser in Hafennähe oder neben Booten. Auch wenn beim Kochen viele Keime abgetötet werden, verschwinden mögliche Schadstoffe oder eine unkontrollierte Salzmenge dadurch nicht automatisch.

Rahman hält den Einsatz von Meerwasser deshalb eher für eine Showeinlage als für eine tatsächliche Verbesserung des Gerichts. Für das Kochen von Pasta sei kontrolliertes Wasser die sinnvollere Wahl.

Auch einen weiteren Beckham-Tipp bewertet der Chefkoch kritisch: In einer Bolognese befand sich ein Weinkorken. Die Idee geht offenbar auf einen alten Küchentrick für Oktopus zurück, bei dem Kork angeblich für zarteres Fleisch sorgen soll.

Für Hackfleisch in einer Bolognese sieht Rahman dafür keinen überzeugenden kulinarischen Grund. Ein besseres Ragù entstehe stattdessen, wenn das Fleisch sauber angeröstet, die aromatische Basis sorgfältig aufgebaut und der Sauce ausreichend Zeit gegeben werde.

„Besonders bei allem, was mit ungeprüften Naturzutaten wie Meerwasser oder Schnee zu tun hat, ist Vorsicht angebracht.“

Zusammenfassung: Meerwasser kann Verunreinigungen, Mikroorganismen und eine unkontrollierte Salzmenge enthalten. Der Korken in der Bolognese liefert laut Rahman keinen überzeugenden Vorteil.

Reese Witherspoon: Schnee aus dem Freien ist keine sichere Dessertzutat

Reese Witherspoon kombinierte Schnee von draußen mit Karamell, Schokosirup und Cold Brew zu einem Wintergetränk. Die Kombination aus Kaffee, Schokolade und gesalzenem Karamell hält Rahman grundsätzlich für gelungen.

Seine Kritik richtet sich gegen die Herkunft des Schnees. Schnee, der draußen fällt oder liegen bleibt, kann Schmutz und andere Verunreinigungen aufnehmen. Deshalb rät der Chefkoch davon ab, ihn direkt zu essen.

Als Alternative nennt Rahman sauberes Crushed Ice oder Shaved Ice aus Trinkwasser. Auf diese Weise könne die gewünschte Konsistenz erreicht werden, ohne Schnee aus dem Außenbereich zu verwenden.

Zusammenfassung: Die geschmackliche Kombination wird positiv bewertet, Schnee aus dem Freien soll wegen möglicher Verunreinigungen jedoch nicht verwendet werden.

Meghan Markle: Sprudel, gegrillter Salat und Pfannen-Spaghetti

Meghan Markle empfiehlt unter anderem, Sprudelwasser in Rührei zu geben. Rahman hält diesen Tipp für legitim, auch wenn er nicht unbedingt notwendig sei.

Ein kleiner Schuss Sprudel könne die Textur des Rühreis etwas leichter machen. Entscheidend sei nach Einschätzung des Kochs jedoch weiterhin die richtige Temperatur.

Auch gegrillten Salat bewertet Rahman positiv, sofern robuste Sorten wie Romana oder Little Gem verwendet werden. Diese Salatsorten halten Hitze gut aus und können durch das Grillen ein interessantes Aroma entwickeln.

Vertretbar findet der Chefkoch außerdem Meghans sogenannte Pfannen-Spaghetti. Dabei wird die Pasta mit relativ wenig Wasser direkt in einer Pfanne gegart.

Das Verfahren ist laut Rahman nicht neu. Die Stärke der Nudeln bleibt stärker in der Flüssigkeit und hilft dabei, die Sauce zu binden. Die Wassermenge müsse allerdings genau kontrolliert werden: Zu viel Flüssigkeit mache das Gericht suppig, zu wenig lasse die Pasta ungleichmäßig garen.

Zusammenfassung: Die von Meghan Markle genannten Tipps bewertet Rahman überwiegend als plausibel. Bei Rührei und Pfannen-Spaghetti kommt es besonders auf Temperatur beziehungsweise Wassermenge an.

Robert Pattinson: Mikrowellen-Pasta überzeugt den Chefkoch nicht

Robert Pattinson stellte während der Lockdown-Zeit ein ungewöhnliches Pasta-Experiment vor. Dabei kombinierte er Pasta, Käsescheiben, Zucker, Cornflakes und Brot in einer Mikrowellen-Konstruktion.

Rahmans Urteil fällt deutlich aus: Die Kreation sei möglicherweise unterhaltsam, aber keine Rezeptidee, die man ernsthaft nachkochen sollte. Die einzelnen Zutaten seien für sich genommen nicht unbedingt absurd.

Das Problem bestehe vielmehr darin, dass ein gutes Gericht einen nachvollziehbaren Grund für die verwendeten Zutaten brauche. Genau dieser Zusammenhang fehle bei Pattinsons Pasta-Experiment.

Zusammenfassung: Rahman hält die Mikrowellen-Pasta mit Zucker, Cornflakes und Brot eher für Unterhaltung als für ein sinnvolles Rezept.

Ruth Langsford: Kaffee in Bolognese nur in sehr kleiner Menge

Die britische Moderatorin Ruth Langsford gibt ihrer Bolognese unter anderem Instantkaffee und rotes Pesto hinzu. Der ungewöhnliche Kaffeezusatz ist laut Rahman nicht grundsätzlich falsch.

Eine sehr kleine Menge Kaffee könne einer kräftigen Fleischsauce mehr Tiefe und leichte Röstaromen verleihen, ohne dass die Sauce direkt nach Kaffee schmecke. Der Trick könne jedoch leicht übertrieben werden.

Sobald der Kaffeegeschmack deutlich hervorsticht, sei die Idee misslungen. Rotes Pesto bewertet Rahman als noch plausibler, weil dessen Zutaten gut zu Pasta und Tomatensaucen passen.

Besonders positiv fällt sein Urteil über Bier im Chili aus. Dabei handelt es sich laut Rahman um einen klassischen Trick, der in vielen Rezepten funktionieren könne.

Malzige und leicht bittere Noten könnten gut mit Rindfleisch, Tomaten, Chili und Gewürzen harmonieren. Anders als beim Kaffee sei die Kombination von Bier und Chili daher kulinarisch weniger überraschend.

Zusammenfassung: Instantkaffee kann einer Fleischsauce in sehr kleiner Menge mehr Tiefe geben. Bier im Chili gilt als klassischer und besonders gut begründbarer Küchentrick.

David Beckham: Ketchup im Cottage Pie ist nachvollziehbar

David Beckham soll laut der Schauspielerin Eva Longoria Ketchup in Cottage Pie geben. Kulinarische Puristen könnten diese Idee ablehnen, Rahman hält sie jedoch für logisch.

Ketchup vereine Tomate, Süße, Säure, Salz und Würze in einer einzigen Zutat. Diese Bestandteile könnten in einer kräftigen Fleischfüllung durchaus funktionieren.

Der Chefkoch sieht darin im Grunde eine Abkürzung zu klassischen Zutaten wie Tomatenmark oder Worcestershiresauce. Der Tipp sei deshalb nicht automatisch ein Zeichen für schlechte Küche, sondern könne geschmacklich nachvollziehbar sein.

Zusammenfassung: Ketchup kann im Cottage Pie mehrere geschmackliche Funktionen gleichzeitig erfüllen und wird deshalb als plausibler Tipp bewertet.

Fazit des Chefkochs: Nicht die Prominenz, sondern der Sinn entscheidet

Die Bewertung von Saifur Rahman zeigt, dass prominente Herkunft kein Qualitätsmerkmal für einen Küchentipp ist. Einige Ideen wirken zunächst ungewöhnlich, können aber geschmacklich funktionieren, während andere vor allem durch ihre Inszenierung Aufmerksamkeit erregen.

Besondere Vorsicht sei bei ungeprüften Naturzutaten wie Meerwasser und Schnee angebracht. Dagegen können Sprudelwasser im Rührei, Bier im Chili, rotes Pesto in Bolognese oder Ketchup in deftigen Fleischgerichten unter den genannten Bedingungen sinnvoll sein.

Entscheidend ist laut Rahman, ob ein Tipp kulinarisch begründet und hygienisch vertretbar ist. Die Einschätzungen stammen aus der Bewertung des Chefkochs Saifur Rahman, die von der Daily Mail veröffentlicht und von chip.de aufgegriffen wurde.

Infobox: Nicht empfehlenswert sind Meerwasser für Pasta, Schnee aus dem Freien und die Mikrowellen-Pasta mit Zucker und Cornflakes. Als grundsätzlich nachvollziehbar gelten Sprudel im Rührei, gegrillter Salat, Pfannen-Spaghetti, Bier im Chili und Ketchup im Cottage Pie.

Quellen: